Bürgerservice
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Grußwort zur Amtsübergabe an Nachfolger Robert Straßburg
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Teterowerinnen und Teterower,
lieber Robert,
heute ist ein Tag des Übergangs. Ein Amt wird weitergegeben, Verantwortung wechselt die Hände, und zugleich bleibt vieles bestehen: die Aufgaben, die Erwartungen, die Hoffnungen und vor allem die Menschen, für die diese Stadt da ist.
Vor acht Jahren habe ich dieses Amt übernommen. Heute darf ich es an meinen Nachfolger übergeben. Ich tue das mit Respekt vor dem Amt, mit Dankbarkeit für die vergangenen Jahre und mit Vertrauen in die Zukunft unserer Stadt.
Mein Nachfolger steht bereit. Die Teterowerinnen und Teterower haben ihre Wahl getroffen, und in der Stichwahl wurde das notwendige Quorum erreicht. Das ist ein wichtiges demokratisches Zeichen. Zugleich sollte uns die Zahl derer, die ihr Wahlrecht nicht ausgeübt haben, nachdenklich machen. Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einbringen, mitentscheiden und Verantwortung nicht allein anderen überlassen.
Lieber Robert, Du bekommst einen Vertrauensvorschuss. Ich wünsche Dir, dass Du diesem Vertrauen mit Klarheit, Geduld und Menschlichkeit begegnest — und dabei Deinen eigenen Weg findest. Dieses Amt ist wichtig, aber es ist nicht immer so mächtig, wie es von außen erscheint. Ihm wird viel zugemutet, während Gestaltungsspielräume, Entscheidungsbefugnisse und Mittel oft begrenzter sind, als viele vermuten.
Ich wünsche Dir viele gute Begegnungen, verlässliche Partnerinnen und Partner, ein waches Ohr für die Stadt und die nötige Gelassenheit für schwierige Tage. Ich wünsche Dir auch Momente, in denen Du unverschämt glücklich sein darfst — möglichst ohne Krisen wie Corona, Fluchtbewegungen, Energiekrise, Finanzkrise, unerwartete Haushaltsbelastungen oder die direkten Auswirkungen von Kriegen.
Teterow hat viel geschafft. Darauf dürfen wir gemeinsam stolz sein. Zugleich bleiben große Aufgaben vor uns: Stadtentwicklung, Infrastruktur, Bildung, Gesundheit, Energie, Digitalisierung, Zusammenhalt und eine verlässliche kommunale Handlungsfähigkeit. Die Zeiten werden nicht leichter. Umso wichtiger ist es, dass wir das Erreichte positiv weiterentwickeln und die kommenden Herausforderungen gemeinsam angehen.
Dabei muss klar bleiben: Rassismus, Diskriminierung, Extremismus und Hass wollen wir in unserer Mitte nicht. Eine Stadt ist stark, wenn sie Unterschiede aushält, Respekt wahrt und Menschen nicht gegeneinander ausspielt. Das gilt für die Politik ebenso wie für das alltägliche Miteinander.
Was einen Ort ausmacht, sind die Menschen, die dort leben. Teterow ist auch in dieser Hinsicht eine wunderbare Stadt. Ich wünsche mir, dass diese Stadt weiterhin vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger, von den Vereinen, Initiativen, Kirchen, Unternehmen, Schulen, Einrichtungen und Nachbarschaften getragen wird.
Lieber Robert, für Dein Amt wünsche ich Dir Kraft, Umsicht, Mut und die Fähigkeit, auch in unruhigen Zeiten ruhig zu bleiben. Mögest Du gute Entscheidungen treffen, Hilfe annehmen können und Menschen um Dich haben, die ehrlich beraten, verlässlich mitarbeiten und Dir auch dann den Rücken stärken, wenn es schwierig wird. Die meisten Menschen merken nicht, was man für sie tut, bis man damit aufhört.
Ich übergebe dieses Amt mit Dankbarkeit für das, was war, mit Respekt vor dem, was kommt, und mit den besten Wünschen für Dich und für unsere Stadt.
Alles Gute für Teterow. Alles Gute für Sie alle. Vielen Dank.
Andreas Lange
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Antrittsrede Bürgermeister Robert Straßburg
Das Gute ist schon hier: Unsere Bergringstadt Teterow
Hochverehrte Gäste, sehr geehrter Herr Bürgervorsteher Wolter, sehr geehrter Herr Landrat Constien, lieber Herr Lange, lieber Herr Dr. Dettmann, sehr geehrter Herr Ehrenbürger Prof. Dr. Klinkmann, lieber Herr Bürgermeister Köppen und sehr geehrte Frau Bürgervorsteherin Saggau aus der Partnerstadt Bad Segeberg,
liebe Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter, geschätzte Vertreterinnen und Vertreter aus der Kultur, der Schulen, des Sozialem, der Sicherheit, der Kirchen und des Sportes, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Teterower Stadtverwaltung,
und vor allem: Liebe Teterowerinnen und Teterower, liebe Anja, liebe Familie.
„Das Gute ist schon hier.“
Mit diesem Leitsatz trat ich im vergangenen Herbst zur Wahl an.
Und heute, an meinem ersten Tag als Ihr neuer Bürgermeister, möchte ich genau mit diesem Satz beginnen.
Aber was ist das Gute?
Der Begriff des Guten ist historisch tief verankert. Bei den alten Römern finden wir das Bonum commune – das gemeinsame Gute, das auf ein Gemeinwohl bezogen ist.
Bis in die Gegenwart bedeutet Gemeinwohl, das Gute für alle, einen gemeinsam erreichten Wohlstand als den absoluten Kern unseres Zusammenlebens. Artikel 1 der Kommunalverfassung unseres Landes Mecklenburg-Vorpommern bringt dieses Ziel nüchtern, aber unmissverständlich auf den Punkt: Gemeinden fördern in freier Selbstverwaltung das Wohl ihrer Einwohnerinnen und Einwohner.
Für mich ist dieses Gemeinwohl kein juristischer Begriff aus dem Gesetzestext. Es ist das Fundament meiner Arbeit und es basiert auf drei Grundwerten, die uns leiten sollen: Zusammenhalt, Zuversicht und Zukunft.
Oft neigt man dazu, den Blick zunächst nur auf das Schlechte, Negative, Unvollkommene zu richten. Doch wenn ich auf Teterow schaue, dann sehe ich zuerst das hier schon vorhandene Gute.
Bereits als Kind begegnete mir dieses Gute in der Stadt während der häufigen Aufenthalte bei den Großeltern, bei gemeinsamen Spaziergängen durch die Stadt und ihre herrliche Umgebung und in Form freundlicher Mitmenschen und nachbarschaftlicher Hilfe in der Hausgemeinschaft oder im Garten.
Nun ist Teterow für die vierte Generation meiner Familie Heimat und damit Teil dieser Gemeinschaft.
Die Familien -in all ihren Strukturen und Lebensweisen - sind die Taktgeber für den Herzschlag unserer Stadt. Unsere Kinder und Jugendlichen treiben uns an, ein lebenswertes Teterow zu schaffen und zu erhalten.
Überall sind Menschen zu sehen, die sich dafür einsetzen. Ich denke da an Uta, die unsere Kinder im Sportverein mit unermüdlicher Energie in Bewegung setzt; an Arne, der ohne Zögern bei jeder Festlichkeit mit anpackt; an Alma und ihre fantastischen Helferinnen bei der Blutspende. Ich sehe Danny, der mit seinen musikalischen Auftritten immer für einen erfolgreichen Abend sorgt, Kenny mit seinem Herzblut für unsere Jugend und Ronny, der echten Teamgeist auf dem Basketballplatz vermittelt. Ich denke an Andrea, die Menschen in allen Lebenslagen berät, an Christian und Christiane, die unsere Lebensretter von morgen ausbilden, und an Cornelia, die jeden Tag gegen den Mangel bei der Tafel ankämpft. Und ich schätze insbesondere Andreas für sein gesellschaftliches Engagement über die amtlichen Pflichten hinaus.
Sie alle halten unsere Gemeinschaft am Laufen. Sie wirken oft ohne Aufsehen zu erregen. Sie arbeiten selbstlos für das Gemeinwohl und ihre Mitmenschen. Sie sind der Beweis: Das Gute ist längst hier.
Liebe Teterowerinnen und Teterower, wir brauchen dieses individuelle Engagement heute mehr denn je in Ergänzung zum bestehenden, breiten ehrenamtlichen Engagement der Vereine, der Kirchengemeinden, politischen Interessengruppen und nicht zuletzt der Freiwilligen Feuerwehr.
Denn wir leben in unruhigen Zeiten: Ob es die spürbare Inflation beim Wocheneinkauf ist, die hohen Energie- und Kraftstoffpreise sind, die spaltenden Debatten in den sozialen Netzwerken oder die bittere Rückkehr immer neuer Kriege und Krisen – all das berührt direkt oder indirekt unser Leben.
Gerade als Ostdeutsche wissen wir, was gesellschaftliche Erschöpfung und Umbruch bedeuten.
Wir stehen vor Herausforderungen, die uns unter diesen Bedingungen und knapper werdenden kommunalen Kassen, Schmerzliches abverlangen werden, wenn wir den Wunsch nach generationengerechten Lebenschancen wahren wollen.
Doch genau in solchen Momenten der Unsicherheit und Unbehaustheit dürfen wir uns nicht entmutigen lassen.
Besinnen wir uns also auf echte Werte:
Bereitschaft, Verantwortung zu tragen, respektvoller Umgang miteinander, Geduld und Disziplin, Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft, Mut, vielleicht auch Gottvertrauen – das sind unsere Antworten auf die Krisen dieser Zeit.
Teterow liegt im Herzen – sogar in der geographischen Mitte Mecklenburg-Vorpommerns. Als Mittelstadt haben wir mit unseren innovativen, hoch spezialisierten und erfolgreichen Unternehmen, mit Handel und Gewerbe umgeben von landwirtschaftlich Strukturen eine hohe wirtschaftliche Strahlkraft in die gesamte Region.
Das Stadtbild ist geprägt durch seinen attraktiven Stadtkern mit seinen mittelalterlichen Stadttoren und der alt-ehrwürdigen Peter-Pauls-Kirche, den neuen Wohngebieten, eingebettet in die glazial-geformte, unverwechselbare Landschaft der Heidberge und des Sees mit dem Burgwall, mit Wäldern und dem Bergring. Vor allem sind es aber die tatkräftigen, bodenständigen Menschen in der Stadt und den zugehörigen Dörfern Niendorf, Pampow, Teschow, die dieses Bild bereichern.
Liebe Teterowerinnen und Teterower, ich trete das Amt des Bürgermeisters mit vielen Ideen an. Ich bitte meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus für diese Vorhaben um Engagement und Unterstützung. Und ich wünsche mir, dass sie mich ebenso engagiert von Irrwegen abhalten und - falls notwendig - auf den Pfad des Machbaren zurückführen. Ich blicke auch zuversichtlich auf die Stadtvertretung, deren Beschlüsse dem Bürgermeister Ziele und Rahmenbedingungen setzen. Nur gemeinsam können wir die Stadt weiter voranbringen.
Drei zentrale Themen, die ich in meiner Vision von Teterow im Jahr 2040, dem Birkhahnplan, ausformuliert hatte, möchte ich hier stellvertretend hervorheben:
Erstens: Damit unsere Wirtschaft stark bleibt, müssen wir junge Menschen hier halten und jenen, die weggegangen sind, gute Gründe geben, wieder zurückzukehren. Das geht nur, wenn wir Räume schaffen, der zu jeder Lebensphase passen – Wohnungen, Freiräume, Angebote für Bildung, Mobilität, Gesundheit und Kultur für die junge Familie genauso wie für das würdevolle Leben im Alter.
Zweitens: Die Frage, wie wir künftig heizen und unsere Energie beziehen, treibt viele von uns um. Mein Ziel ist: Wir werden Teterow nachhaltig aufstellen. Nachhaltig heißt, dass es sozial gerecht zugeht, für die Menschen bezahlbar bleibt und Klima und Umwelt schont.
Drittens: Die Burgwallinsel kann sich zum zentralen Element in der Tourismusregion Mecklenburgische Schweiz entwickeln. Sie könnte im Rahmen eines Leuchtturmprojekts zum Sehnsuchtsort aller Ruhe suchender Menschen entwickelt werden, zu einem Ort der Entschleunigung und des Wissens, an dem Geschichte, Naturerlebnis und Entspannung vereint sind.
Mein Leitmotiv für die Arbeit in der Stadtvertretung und im Rathaus lautet: Kooperation und Vertrauen. Wir fangen heute nicht bei Null an. Wir knüpfen an die großartigen Leistungen, die harte Arbeit und den Aufbauwillen von fast 800 Jahren an. Vor allem die vergangenen 40 Jahre haben gezeigt, dass Unvorstellbares durch mutige Transformation möglich werden kann. Davor habe ich tiefen Respekt. Lassen Sie uns das weiterführen. Zeigen wir, dass Tradition und Innovation Triebkräfte sind, dass junge Ideen und der reiche Erfahrungsschatz der Älteren sich perfekt ergänzen.
Vergessen wir nicht: Das Gute ist schon hier. Ich bin zuversichtlich, dass es uns gemeinsam gelingen kann, Teterow noch stärker zum Leuchten zu bringen. Darauf freue ich mich!
Wie heißt es auf unserem Hechtbrunnen - De Klock het lürrt!
Vielen Dank für Ihr Vertrauen.
Robert Straßburg
Die Bergringstadt Teterow hat die Ausfallbürgschaft zugunsten der Stadtwerke Teterow GmbH offiziell verlängert. Mit dem Beschluss sichert die Stadt die notwendige Liquidität des kommunalen Energiedienstleisters und leistet einen Beitrag dazu, die Versorgung der Bevölkerung mit Strom, Gas und Fernwärme verlässlich aufrechtzuerhalten.
Die Bürgschaft beläuft sich auf 1,6 Millionen Euro und deckt 80 Prozent einer bestehenden Kreditlinie über insgesamt 2 Millionen Euro ab, die bei der Ostseesparkasse Rostock geführt wird. Durch den Beschluss bleibt die Bürgschaft bis zum 31. Dezember 2026 wirksam. Ohne diese kommunale Unterstützung hätte die Kreditlinie nicht verlängert werden können; dadurch wäre die Zahlungsfähigkeit der Stadtwerke und damit der Fortbestand des Unternehmens erheblich gefährdet gewesen.
Die Stadtwerke Teterow GmbH erfüllen im Auftrag der Bergringstadt eine zentrale Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge. Der Finanzierungsbedarf des Unternehmens ist zuletzt deutlich gestiegen. Neben den Anforderungen der Energiewende und schwankenden Beschaffungspreisen infolge des Ukraine-Krieges belasten mehrere Sondereffekte die Liquidität. Dazu zählen erhebliche Forderungsausfälle im Zusammenhang mit der Insolvenz der benachbarten Stadtwerke Laage, an der die Stadtwerke Teterow zu 25 Prozent beteiligt waren und deren Betriebsführung sie verantwortete. Hinzu kommen strukturelle Herausforderungen, etwa die derzeit defizitäre Glasfasersparte, sowie die kurzfristige Vorfinanzierung von CO?-Zertifikaten im Rahmen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) in Höhe von rund 700.000 Euro, für die der Lieferant unerwartet Vorkasse verlangte.
Die Verlängerung der Bürgschaft dient als Brücke, bis eingeleitete Sanierungs- und Konsolidierungsmaßnahmen greifen. Zur nachhaltigen Verbesserung der wirtschaftlichen Stabilität erarbeiten die Stadtwerke derzeit mit Unterstützung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ein fundiertes Zukunftskonzept. Die erste Ist-Aufnahme ist abgeschlossen; im nächsten Schritt folgt die strategische Neuausrichtung.
Für Bürgerinnen und Bürger wichtig: Der städtische Haushalt wird durch die Maßnahme zunächst nicht unmittelbar belastet. Als modifizierte Ausfallbürgschaft greift sie erst, wenn ein tatsächlicher Zahlungsausfall eintritt und alle anderen Sicherheiten nicht ausreichen. Für die Bereitstellung zahlt die Stadtwerke Teterow GmbH eine marktübliche Bürgschaftsprovision an die Stadt.
Die untere Rechtsaufsichtsbehörde des Landkreises Rostock hat die Verlängerung der Bürgschaft nach rechtlicher Prüfung genehmigt. Damit bestätigt die Behörde, dass die Maßnahme zur Erfüllung kommunaler Aufgaben erforderlich ist und die finanzielle Leistungsfähigkeit der Bergringstadt Teterow gewahrt bleibt.
„Mit dieser Ausfallbürgschaft übernimmt die Bergringstadt Verantwortung für ihre kritische Infrastruktur und setzt ein Signal der Verlässlichkeit für die Einwohnerinnen und Einwohner“, erklärt Bürgermeister Andreas Lange. „Unser Ziel ist es, die wirtschaftliche Stabilität der Stadtwerke durch das Zukunftskonzept so zu stärken, dass die kommunale Bürgschaft perspektivisch wieder vollständig entbehrlich wird.“
ÜBER DIE STADTWERKE TETEROW GMBH
Die Stadtwerke Teterow GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bergringstadt Teterow. Als kommunaler Versorger stellt das Unternehmen die Versorgung von Haushalten, Gewerbe und Institutionen in Teterow mit Strom, Erdgas und Fernwärme sicher und wirkt vor Ort am Ausbau zukunftsfähiger Netzinfrastrukturen mit.
Andreas Lange
Bürgermeister der Bergringstadt Teterow
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter,
liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Zivilgesellschaft,
liebe Teterowerinnen und Teterower,
es ist ein schöner Tag, weil Sie hier sind. Und es ist ein besonderer Tag, weil er Gelegenheit gibt, innezuhalten, zurückzublicken und Danke zu sagen. Am 6. Juni 2018 wurde ich als Bürgermeister der Stadt Teterow vereidigt und verpflichtet. Ich habe damals geschworen, meine Pflichten gewissenhaft zu erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann zu üben. Acht Jahre später schaue ich mit großer Dankbarkeit auf diese Zeit zurück.
Wie kalt das kalte Wasser war, in das ich damals gesprungen bin, ist mir erst im Rückblick richtig bewusst geworden. Ich musste mich in eine Vielzahl von Verwaltungsvorgängen, Projekten, Erwartungen und Konflikten einarbeiten — ohne Schonfrist und mit vielen offenen Fragen. Doch ich durfte zugleich erfahren, dass Solidarität, Zusammenhalt und Optimismus in unserer Stadt stärker sind als Verunsicherung, Hass, Intrigen und Gleichgültigkeit.
Ich habe in diesen Jahren viel gelernt: über diese Stadt, über ihre Verwaltung, über ihre Menschen und auch über mich selbst. Ich habe gelernt, dass man manchmal mehr Kraft hat, als man vorher von sich selbst angenommen hätte. Vor allem aber habe ich gelernt, wie wertvoll Menschen sind, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen — in Vereinen, Kirchen, Initiativen, sozialen Gruppen, im Sport, in der Kultur, in der Nachbarschaft und an vielen anderen Orten des Gemeinwesens.
Viele von Ihnen haben sich mit großem Fachwissen, mit Engagement, Kreativität, Beharrlichkeit und Menschlichkeit für Teterow eingesetzt. Sie haben mitgetragen, mitgedacht, mitgestritten und mitgeholfen. Sie haben die Stadt in normalen Zeiten und in Krisenzeiten am Laufen gehalten. Dafür danke ich Ihnen von Herzen.
Der Erfolg und die Lebensqualität Teterows beruhen nicht allein auf Beschlüssen, Bauvorhaben oder Verwaltungsentscheidungen. Sie beruhen vor allem auf dem Zusammenhalt der Menschen. Was einen Ort ausmacht, sind die Menschen, die dort leben. Und Teterow ist auch in dieser Hinsicht eine wunderbare Stadt.
Genauso wichtig war mir immer der Blick über die Stadtgrenzen hinaus: die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn im Landkreis, im Planungsverband, mit Fachverbänden, dem Städte- und Gemeindetag sowie mit unseren Partnerstädten. Ob Verkehrsthemen, Regionalplanung, Stadtentwicklungskonzept bis 2035, Bauleitplanung, Gesundheits- und Bildungsregion, Klärwerk, Trinkwasser, Abwasser, Energieversorgung, kommunale Wärmeplanung bis 2040 oder Digitalisierung — vieles konnte nur gelingen, weil Menschen miteinander gesprochen, Verantwortung übernommen und gemeinsame Lösungen gesucht haben.
In den letzten Wochen bin ich immer wieder nach den Höhepunkten meiner Amtszeit gefragt worden. Es gab unzählige schöne Momente. Als Bürgermeister lernt man die eigene Stadt aus vielen Perspektiven kennen. Man trifft faszinierende Menschen, ist bei bemerkenswerten Einrichtungen, Vereinen und Initiativen zu Gast, hört sehr unmittelbar, wo der Schuh drückt, und kann manchmal auch unmittelbar helfen. Vieles davon bleibt.
Wenn ich heute Abschied nehme, dann tue ich das mit Dankbarkeit, mit ein wenig Wehmut, aber auch mit Neugier auf das, was kommt. Abschied hat viel mit Loslassen zu tun. Wer sich auf ein neues Leben einlassen möchte, muss das alte in Frieden loslassen können. Für mich gehören dazu drei Dinge: dankbar sein für das, was war und was ist; vergeben können; und annehmen, was ist.
Dankbarkeit auszusprechen ist wichtig. Deshalb sage ich Ihnen allen: Herzlichen Dank. Danke für Ihre Unterstützung, für Ihre kritischen Fragen, für Ihre Ideen, für Ihr Vertrauen, für Ihre Ausdauer und für das gute Miteinander. Danke auch an alle, die in schwierigen Momenten nicht lauter, sondern verbindlicher geworden sind.
Wo Menschen sich begegnen, menschelt es. Das gilt auch für die Kommunalpolitik. Es gibt unterschiedliche Sichtweisen, begrenzte Ressourcen, Konflikte und manchmal auch Verletzungen. Ich wünsche mir, dass wir dabei zwei Grundsätze nicht vergessen: Die Persönlichkeit des Gegenübers darf nicht herabgewürdigt werden, und niemandem sollte vorschnell böser Wille unterstellt werden. Nähe, Gespräch und Verständnis können mehr bewirken als jede Rechthaberei.
Darum bitte ich alle, denen ich in den vergangenen acht Jahren in Gedanken, Worten oder Taten, bewusst oder unbewusst, Leid oder Schmerz zugefügt habe, um Vergebung. Zugleich vergebe ich allen, die mir in dieser Zeit Leid oder Schmerz zugefügt haben. Das ermöglicht mir, die kommunalpolitische Bühne in Teterow ohne offene Rechnungen zu verlassen. Und das fühlt sich gut an.
Ein besonders tiefer Dank gilt meiner Familie, meinen Freunden und ganz besonders meiner lieben Frau Astrid. Ihr habt mir Halt gegeben, mir den Rücken freigehalten, mich ermutigt und getragen. Ohne dieses Fundament wäre vieles nicht möglich gewesen.
Ich bereue ehrliche Arbeit nicht. Ich bereue nicht, meinen Teil getan zu haben, damit andere durch schwere Zeiten kommen. Am Ende überwiegt der Stolz auf das, was bleibt, auf Spuren, die gelegt sind, und auf das, was gemeinsam bewegt wurde. Alles andere bewertet die Geschichte.
Es war mir eine Ehre, Bürgermeister dieser Stadt sein zu dürfen. Ich danke allen, die mich durch diese erfüllende Zeit begleitet haben. Da ich in Teterow bleiben werde und Teterow eine Stadt der kurzen Wege ist, freue ich mich auf weitere Begegnungen — auf einen Plausch, einen Kaffee und darauf, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Alles Gute für Sie alle. Vielen Dank.
Andreas Lange
Bürgermeister
Klicken Sie hier, um die Informationen aus dem Rathaus der Bergringstadt Teterow zu lesen!
Heute am 22. Juni 2026 beteiligt sich die Bergringstadt Teterow am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“. Gemeinsam mit Städten, Landkreisen und Gemeinden in ganz Deutschland macht Teterow auf die angespannte kommunale Finanzlage aufmerksam und fordert Bund und Länder auf, Aufgabenverteilung und Finanzierung endlich verlässlich neu zu regeln.
Die drei kommunalen Spitzenverbände – Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund – haben gemeinsam zu diesem Aktionstag aufgerufen. Sie fordern Bund und Länder auf, entschlossen zu handeln und wirksame Maßnahmen gegen die kommunale Finanzkrise zu ergreifen. Die Finanzlage vieler Städte, Landkreise und Gemeinden ist dramatisch.
Was bundesweit als kommunale Finanzkrise beschrieben wird, ist in Teterow längst konkret spürbar: Steigende Umlagen, wachsende Pflichtaufgaben und notwendige Investitionen engen den finanziellen Handlungsspielraum der Stadt zunehmend ein.
Die derzeitige Aufgaben- und Finanzierungsstruktur bringt viele Städte an ihre Grenzen. Immer mehr Aufgaben werden auf die Kommunen übertragen, ohne dass dafür eine auskömmliche Finanzierung bereitgestellt wird. Das bringt zahlreiche Städte unverschuldet in eine bedrohliche Schieflage.
In Teterow übersteigt die geplante Kreisumlage sowohl das Gewerbesteueraufkommen des Jahres 2025 in Höhe von 4.471.000 Euro als auch die für 2026 geplanten Gewerbesteuereinnahmen von 3.500.000 Euro. Damit wird deutlich, wie stark die finanziellen Spielräume der Stadt inzwischen belastet sind.
Die Bergringstadt Teterow hat ihre Haushalte von 2019 bis 2025 ausgeglichen und in dieser Zeit unter anderem in Schulen, Straßen und kommunale Infrastruktur investiert. Diese Entwicklung soll fortgesetzt werden. Doch die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt ist zunehmend gefährdet; ein Haushaltsausgleich ist künftig nicht mehr gesichert.
Auch das Mittelzentrum Teterow steht vor einer Reihe zwingend notwendiger Investitionen, die für die Zukunftsfähigkeit der Stadt unverzichtbar sind. Dazu zählen insbesondere:
Diese Vorhaben sind keine freiwilligen Wunschprojekte. Sie sind notwendig, damit Teterow seine Aufgaben als Mittelzentrum erfüllen, Infrastruktur erhalten und verlässliche Leistungen für Bürgerinnen und Bürger sichern kann. Dafür benötigt die Stadt eine auskömmliche und verlässliche Finanzausstattung.
Zusätzlich steht die Stadt vor der Aufgabe, die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit der Stadtwerke Teterow GmbH zu sichern. Zur Stabilisierung der Liquidität wurde bereits eine Bürgschaftserklärung übernommen. Weitere finanzielle Maßnahmen befinden sich in Vorbereitung, damit der laufende Geschäftsbetrieb der Stadtwerke verlässlich fortgeführt werden kann.
Daher schließt sich die Bergringstadt Teterow dem Weckruf an Bund und Land an: Kommunen sind am Limit. Wer den Städten, Gemeinden und Landkreisen zusätzliche Aufgaben überträgt, muss auch für deren Finanzierung sorgen.
Die Stadt Teterow beteiligt sich im Verlauf des Tages mit kleinen Aktionen am Rathaus (gegen 8.30 Uhr), vor der städtischen Kita Nordlichter (gegen 9.00 Uhr und gegen 14.30 Uhr), am Feuerwehrgebäude (gegen 9.30 Uhr), an der Tourist-Information sowie am Stadtmuseum (gegen 10.00 Uhr) und an der Stadtbibliothek (gegen 13.00 Uhr), um auf die kommunale Finanzmisere aufmerksam zu machen.
Notwendig ist eine verlässliche Neuregelung der Aufgabenverteilung und Aufgabenfinanzierung auf Bundes-, Landes- und Kreisebene. Der Grundsatz muss lauten: Wer bestellt, bezahlt.
Handlungsfähige Kommunen sind eine Voraussetzung für Vertrauen in Staat und Demokratie. Nur wenn Aufgaben und Finanzierung wieder zusammenpassen, können Städte, Gemeinden und Landkreise ihre Verantwortung für eine stabile, verantwortungsvolle und zukunftsfähige Entwicklung vor Ort erfüllen.
gez. Andreas Lange
Bürgermeister
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Im Zuge der Baumaßnahme wird der Bereich ab Einfahrt Seestraße bis einschließlich Höhe Gasstraße ab dem 1. Juni 2026 bis voraussichtlich Ende September 2026 vollständig für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Grund der Baumaßnahme ist die Erneuerung der Gas- und Elektroleitungen sowie der Breitbandversorgung durch die Stadtwerke Teterow.
Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmende werden gebeten die ausgeschilderten Umleitungen zu beachten und mehr Zeit für ihre Wege einzuplanen.
Der Fußgängerverkehr wird – soweit technisch möglich – aufrechterhalten. Der Parkplatz „Grüner Weg“ steht weiterhin zur Nutzung zur Verfügung.
Die Stadt Teterow bittet alle Betroffenen um Verständnis für die notwendigen Einschränkungen während der Bauzeit.
Fachbereich
Bau- und Stadtentwicklung
Die Stadtwerke Teterow suchen einen engagierten Betreiber für die Traditionsgaststätte „Wendenkrug“ auf der Burgwallinsel im Teterower See. Ziel ist die gastronomische und touristische Weiterentwicklung dieses besonderen Standortes. Gesucht werden Interessenten mit einem tragfähigen Konzept für Gastronomie und Beherbergung.
Weitere Informationen zu Anforderungen, Rahmenbedingungen und Fristen finden Sie in den vollständigen Unterlagen.
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Bisherige Informationen zur Thematik Kurabgabe in der Tourismusregion Mecklenburgische Schweiz
Beschlussvorlage Billigung Kalkulation Kurabgabe und Beschluss Satzung Erhebung Kurabgabe
Satzung über die Erhebung einer Kurabgabe
Beschlussvorlage Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zur Erhebung der Kurabgabe
Öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Erhebung einer gemeinsamen Kurabgabe Stand 16.04.2026
Hier gelangen Sie zu den wichtigsten Informationen der kommunalen Wärmeplanung.
Der Planungsverband Region Rostock informiert https://www.planungsverband-rostock.de/
1. Beteiligung
Der Planungsverband Region Rostock betreibt derzeit die Fortschreibung des Regionalen Raumentwicklungsprogrammes (REP) Region Rostock. Der erste Entwurf des neuen Raumentwicklungsprogrammes für die Region Rostock wurde zum 22.01.2024 veröffentlicht. Die erste Beteiligung wurde eingeleitet. Der Entwurf ist im Internet unter www.planungsverband-rostock.de sowie unter www.raumordnung-mv.de einsehbar.
Bis zum 01.03.2024 hatten alle Bürgerinnen und Bürger, die öffentlichen Stellen und sonstigen Interessenten die Möglichkeit zum Entwurf Stellung zu nehmen. Die Bergringstadt Teterow wurde ordnungsgemäß vom Planungsverband am Planungsverfahren beteiligt.
Die Informationsvorlage M VII / 1393-1 wurde am 29.02.2024 auf der Teterower Stadtvertretersitzung mit der dazugehörigen Stellungnahme der Bergringstadt Teterow im Rahmen der Beteiligung zum ersten Entwurf für die Neuaufstellung des Raumentwicklungsprogrammes für die Region Rostock verlesen.
2. Beteiligung
Der zweite Entwurf des neuen Regionalen Raumentwicklungsprogrammes (Bekanntmachung des zweiten Entwurfes) wurde von der Verbandsversammlung am 23. September 2025 zur Veröffentlichung freigegeben. Die Entwurfsunterlagen bestehen aus dem eigentlichen Entwurf mit Text und Karten, der Abwägungsdokumentation und dem Umweltbericht mit mehreren Anlagen. Zusätzlich zum Umweltbericht ist ein gutachterlicher Fachbeitrag zu den Vorranggebieten Hafen, Industrie und Gewerbe veröffentlicht. Für die Nutzer geografischer Informationssysteme stehen die Geodaten der geplanten Vorrang- und Vorbehaltsgebiete im shape-Format zur Verfügung. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter https://www.planungsverband-rostock.de/regionalplanung/neuaufstellung-raumentwicklungsprogramm-ab-2022/
Die Informationsvorlage M VII / 1529-1 wurde am 27.11.2025 auf der Teterower Stadtvertretersitzung mit der dazugehörigen Stellungnahme der Bergringstadt Teterow im Rahmen der Beteiligung zum zweiten Entwurf für die Neuaufstellung des Raumentwicklungsprogrammes für die Region Rostock einstimmig bestätigt.
24.02.2026 Ergänzung der Stellungnahme der Bergringstadt Teterow vom 27.11.2025 im Rahmen der zweiten Beteiligung zum zweiten Entwurf für die Neuaufstellung des Raumentwicklungsprogramms für die Region Rostock
Kleine Nachbeteiligung
Kleine Nachbeteiligung im laufenden Beteiligungsverfahren zur Neuaufstellung des Regionalen Raumentwicklungsplanes.
Ergänzende Beteiligung zu den letzten Änderungen im RREP-Entwurf.
Katastrophen wie Unwetter, Überschwemmungen oder flächendeckende Stromausfälle machen deutlich, dass wir auch in einem sicheren Land wie Deutschland nicht vor Krisen und großen Schadensereignissen gefeit sind. In solchen Situationen ist es gut zu wissen, was zu tun ist. (Quelle: www.landkreis-rostock.de)
Hinweise im Krisenfall Bevölkerungsschutz
Mecklenburg-Vorpommern, mit seiner Waldfläche von 558.000 Hektar, gehört zu den waldbrandgefährdeten Gebieten in Deutschland. Vor allem in den großflächigen Kiefernwaldgebieten der Landkreise Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald und Ludwigslust-Parchim ist die Zündbereitschaft bei entsprechender Wetterlage besonders hoch. (Quelle: www.wald-mv.de)
Vorsorgemaßnahmen und allgemeine Verhaltensregeln
Neuer BBK-Ratgeber gibt Orientierung in unsicheren Zeiten – Empfehlungen für Notfallvorsorge und Handeln in Krisensituationen
Gut vorbereitet auf Krisen! Der überarbeitete Ratgeber des BBK gibt Tipps zu Notfallvorsorge, Desinformationen und Schutzmaßnahme.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat seinen Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen grundlegend überarbeitet und jetzt veröffentlicht. Unter dem Titel „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ ist eine aktualisierte Handlungsempfehlung für die Bevölkerung verfügbar, die digital abrufbar sowie auf Bestellung in gedruckter Form erhältlich ist und über die bisherige Fassung hinausgehende Inhalte wie etwa das Erkennen von Desinformation oder den Schutz vor Explosionen umfasst.
BBK-Vorsorgehelfer BBK-Checklisten zur Vorsorge in Krisen- und Katastrophensituationen