Theater im THUSCH, Foto: Veranstalter
Theater im THUSCH, Foto: Veranstalter

„Jeder stirbt für sich allein“

Erstmals erschienen 1947, überrascht der Roman den Leser mit den kuriosesten Erscheinungen im Milljöh des Altvaters Heinrich Zille, mit unkonventionellen Zufällen in der Handlungsführung und mit Protagonisten, die man als Karikaturen in einem proletarischen Panoptikum bezeichnen könnte. Da gibt es in den Hinterhöfen Berlins zu Anfang der vierziger Jahre Frauen mit hohem Männerverschleiß aus sozialer Not. Über allem schwebt der sogenannte starke Mann, der Führer, der für Ordnung und Sicherheit in der Gesellschaft sorgen soll. Es gibt Kleinganoven und Denunzianten, die sich vor der Arbeit drücken. Sie bestehlen ihre Frauen, haben Spielschulden und neigen nach Alkoholexzessen zu Weinerlichkeit und Aggressivität.

Hans Fallada hat diesen beinahe 700 Seiten starken Roman, der übrigens auf einer wahren Begebenheit beruht, wenige Monate nach Kriegsende in der Rekordzeit von nur knapp vier Wochen geschrieben. Seine Gesundheit hatte er da bereits durch heftigsten Konsum von Morphium, Alkohol, Nikotin, Schlaftabletten, Kokain ruiniert, die er als Stimulanzien zur Bewältigung seines Arbeitspensums brauchte. Er starb kurz nach Abfassung seines letzten Werkes, im Alter von nur 53 Jahren an Herzversagen.
Man darf gespannt sein auf die dramatisierte Version von Jens Groß und ihre gesellschaftliche Relevanz, die uns das Ensemble des THUSCH am 3. Oktober 19.30 Uhr in Teterow offerieren wird.

Aufgrund der begrenzten Platzkapazität bitten wir um rechtzeitige Vorbestellungen.

SchauspielPREMIERE:

 

3. Oktober 2018 um 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen:

05.10.2018 um 19:30 Uhr
21.10.2018 um 15:00 Uhr

04.11.2018 um 15:00 Uhr
11.11.2018 um 15:00 Uhr

Wo:

THUSCH Teterow

Kontakt & Kartenreservierung:

Kulturfirma Teterower THUSCH e.V
Am Schulkamp 3
17166 Bergringstadt Teterow
Telefon: 0 39 96 - 15 78 38
Mail: info@thusch.de