Traditionelle Weihnachts- und Neujahrsbräuche im Stadtmuseum

Wer weiß schon, dass das Weihnachtsfest, das Geburtsfest Jesu Christi, so, wie wir es heute feiern, erst ein junger Brauch ist, dass in der Adventszeit und am Heiligabend in Mecklenburg und Vorpommern vermummte Gestalten von Haus zu Haus zogen, um Gaben zu erheischen, statt diese zu verteilen, dass Heiligabend mit Weihnachtsbaum und Kinderbescherung erst in den Städten üblich wurde? Wer weiß, dass der in rauhe Felle gehüllte und von den Kindern gefürchtete „Ruklass“ (der „Rauhe Klaus“) erst 1931 vom freundlichen rot – weiß gekleideten Kaufhausweihnachtsmann abgelöst wurde, entsprechend der Firmenfarben von Coca Cola, die ihn kreierte? Warum hingen an den Weihnachtsbäumen auf dem Lande frische Blut- und Leberwürste? Was hat es mit der Silvesterböllerei auf sich?

Die Antworten dazu und einiges mehr finden wir in der Weihnachtsausstellung, die noch bis zum 26. Januar 2019 zu sehen ist.

Das Stadtmuseum hat zu Weihnachten und zum Jahreswechsel folgende Öffnungszeiten:

Geöffnet bis zum 22.12.2018 und am 27. 28. und 29. 12. 2018. 

Geschlossen vom 23. bis 26.12.2018 und vom 30. 12.2018 bis 7.1.2019.

Vom Hurrapatriotismus bis zur Revolution Teterow im Ersten Weltkrieg 1914 bis 1918

Vor einhundert Jahren, im November 1918, ging der Erste Weltkrieg zu Ende. Am 11.11. dankte Kaiser Wilhelm II. ab. Das Ende des Deutschen Kaiserreiches war auch das Ende der deutschen Fürstendynastien. Friedrich Franz IV. von Mecklenburg - Schwerin folgte dem Kaiser drei Tage später. Die Bilanz des Krieges waren 8,5 Millionen Tote und mehr als 21 Millionen Verwundete. Der Teterower Bevölkerung wurden in der Kriegswirtschaft immer größere Entbehrungen abverlangt. Kriegsgefangene, Verwundete, Familienväter und Geschäftsinhaber als Soldaten an der Front waren allgegenwärtig und brachten viele Probleme. Anhand eindrucksvoller Fotos, Schriftdokumente, Patriotika und Interieurs wird nicht nur der Zeitgeist unmittelbar vor Beginn des Krieges sichtbar gemacht, sondern auch das mühsame Alltagsleben während der Kriegswirtschaft. Das Ende mit dem Ausbruch der Novemberrevolution erfasste auch Teterow. Die Verwaltung der Stadt wurde kurzzeitig vom Arbeiter- und Soldatenrat übernommen.

Die Sonderausstellung ist bis zum 25. Februar 2019 zu sehen.