Teterower Stadt- und Landschaftsansichten aus 100 Jahren – Öl-, Tempera- und Acrylmalereien verschiedener Künstler

Für die Ausstellung wurden Malereien ausgewählt, die mit ihren liebevollen Darstellungen Lust machen, die Stadt und Region Teterow in der Mecklenburgischen Schweiz näher kennenzulernen.

Das älteste Bild ist ein Ölgemälde des Malers W. Weidemann. Er hielt in seiner naturalistischen Malweise den Mühlenteich mit der Stadtmühle und weiteren historischen Gebäuden fest. Das war bereits vor 120 Jahren. Wir können uns heute glücklich schätzen,

dass das Gesamtensemble dieser Gebäude noch erhalten ist und zum Flair von Teterow beiträgt.

Vier weitere Gemälde in Öl stammen von dem sehr produktiven Maler Waldemar Sewohl (1887 Rostock – 1969 Berlin). In Rostock geboren und aufgewachsen, ging er zum Kunststudium nach Berlin und wurde Schüler von Wilhelm Blanke. Studienreisen führten ihn nach Italien, Österreich, Norwegen und Holland. Bekannt wurde er für seine Berliner Stadtansichten und Mecklenburger Landschaften. Auch in Teterow hinterließ er seine künstlerischen Spuren. Nach schweren Bombenangriffen im März 1944 kehrte Sewohl mit seiner nunmehr dritten Frau Berlin den Rücken. In Teterow fanden sie eine Bleibe. Waldemar Sewohl war sehr schaffensfreudig. Seine Sujets machten ihn zu einem ausgesprochenen Landschafts- und Architekturmaler. In der kurzen Zeit des Aufenthaltes in Teterow von 1944 bis wenige Jahre nach 1945 entstanden die hiesigen Stadtbilder und Landschaften. Neben dem alten Teterower Rathaus (abgerissen 1909), welches den Teterower Ratssaal schmückt, ist im Auftrage der Bornmüllerfamilie Koch 1946 die Bornmühle gemalt worden. Ein weiteres Gemälde zeigt den Blick auf Teterow mit dem Hardtberg im Hintergrund und eines die Ansicht von den Heidbergen (Kiesgrube) über den Teterower See. Mit dem Sägewerk in der Moltkestraße finden wir mit Wahrscheinlichkeit ein weiteres Auftragswerk. 

Der dritte Maler ist der ehemalige Kunsterzieher Kurt Löffler (1926 Maffersdorf – 2003), der aus Freude seinen Beruf auch zum Hobby machte. Viele verschiedene Techniken des bildnerischen Gestaltens probierte er aus. In der Ausstellung sind ausgewählte Malereien in Öl und Tempera zu sehen, hier vor allem das Dorf Teschow und die umgebende Landschaft bis hin zum Hardtberg bei Pohnstorf.

Die jüngsten Bilder der Ausstellung zu Teterow stammen von Elena Bytschkow (geb. 1968 Leningrad). Sie kam 2003 nach Deutschland. In der kleinen Stadt Teterow entdeckte sie die Ruhe und die Schönheit der Natur (Bytschkow 2014). Inspiriert durch ihren Großvater, hatte sie sich bereits in ihrer alten Heimat St. Petersburg mit Dekorativer Holzmalerei, Ikonographie, Mosaik und natürlicher Ölmalerei beschäftigt. Eigens für eine Sonderausstellung vor wenigen Jahren im Stadtmuseum entstanden weitere Bilder in Acryltechnik.

W. Weidemann, Mühlenteich, Öl um 1900.
W. Weidemann, Mühlenteich, Öl um 1900.